Zuschauerstimmen


Feedback von Ärzten der Sächsischen Landesärztekammer, welche die Nachgespräche begleiteten zu

»Welche Droge passt zu mir?« im projekttheater dresden, September 2017:

 

»Die Münchner Schauspielerin Karina Schiwietz als selbstbewusst mitten im Leben stehende Hanna weckt mit ihrer konfrontierenden Direktheit in faszinierender Präsentation der „Vorzüge“ diverser illegaler Drogen die Neugier eines jeden Zuschauers. Man fühlt sich fast aufgefordert, ihren Anleitungen zu folgen. Es gelingt ihr bravourös und subtil zugleich, schleichende Veränderungen der Persönlichkeit der Frau in Form von Stimmungsschwankungen, zunehmendem Realitätsverlust bis hin zu wahnhaften Überzeugungen, Verlust der Fürsorge für den sensiblen Sohn sowie distanzloser Entgleisungen darzustellen.

Der glanzvolle Aufbruch zu Neuem endet in einem zerstörerischen Desaster der Abhängigkeit, aus dem es kein Entrinnen gibt. Dem anfänglichen Gefühl der Neugier und des Ausprobierenwollens, weicht Beklommenheit, Entsetzen und Sprachlosigkeit, dass es so weit kommen konnte...

Besser kann man sich diesem Thema nicht nähern. 

 

Dies fand auch Ausdruck in der nach dem Theaterstück folgenden zweistündigen regen Podiumsdiskussion mit den Jugendlichen […] zwischen 14 und 16 Jahren. Die Schüler beeindruckten mit Interesse und Offenheit […].

Mit dem Regisseur René Rothe und der Schauspielerin wechselten wir uns in der Beantwortung der Schüler-Fragen ab. Dabei hatte ich das Gefühl, wir hätten schon öfter zusammen moderiert.« 

 

(Dr. Theresa Glöckler, Oberärztin Klinikum Dresden Neustadt)


 »Die Publikumsgespräche waren durch ein hohes Interesse am Thema, die Bereitschaft zur offenen Auseinandersetzung mit dem Stück und eigenen Erfahrungen gekennzeichnet. Vom Regisseur des Stückes sehr persönlich eingeleitet, konnten die Zuhörer […] die Meinung der Protagonistin des Stückes und meine fachlichen Erfahrungen zunächst akzeptieren und dann ihre eigene Sicht auf das nicht unkomplizierte Thema intensiv diskutieren. […]

 

Aus meiner Sicht war es insgesamt eine sehr wichtige Veranstaltung, da sowohl die im Stück dargebotene spezifische Sichtweise auf das Thema „Drogen und Sucht“ als auch die konkrete Darstellung die Anwesenden sehr beeindruckte und zum Nachdenken anregte. Die Form der Darbietung stellt eine effektivere Möglichkeit der Auseinandersetzung mit der Problematik in der Gesellschaft dar, als ein Vortrag dies könnte, gerade, weil eben nicht ausschließlich „dagegen“ argumentiert wird, die Zuschauer selbst gefordert sind, gleichzeitig aber durch die Publikumsgespräche auch ein Podium für fachlich unterstützte Auseinandersetzung gegeben war.

 

Derartige Veranstaltungen sollten sehr viel mehr unterstützt und genutzt werden, um sich, gerade im Jugendbereich, dem Thema zu nähern.«

 

(Dr. med. Th. Barth, Chefarzt Klinik für Psychiatrie, Verhaltensmedizin und Psychosomatik, Klinikum Chemnitz gGmbH)


»Ein sehr gelungener Abend!

Es ergänzen sich vortrefflich die Leistungen einer brillanten und wandlungsfähigen Schauspielerin, gute Regie und Wissen um den Abwärtssog und die Tatsachen im Verlauf von Suchterkrankungen. Dabei greift das Stück über das Suchtfeld hinaus auf allgemein menschliche Konflikte und bettet das Suchtgeschehen in einen größeren Rahmen ein.

Die individuelle Darstellung macht in ihrer Deutlichkeit teilweise sehr betroffen. Das sehr interessierte Publikum war sehr bewegt, manchmal atemlos und aufmerksam dabei.«

 

(Dr. Frank Härtel, Vorsitzender Kommission Sucht und Drogen, Sächsische Landesärztekammer)

 


»Welche Droge passt zu mir?« im projekttheater dresden, September 2017:

 

»Die Schauspielerin ist voll in ihrem Element. Ausdruck, Stimme, Glaubhaftigkeit.

Manchmal kann man nicht unterscheiden, ob sie schauspielert oder einen Teil ihrer wahren Geschichte erzählt. […]

 

Nach dem Stück großer Applaus, vom ganzen Saal. Ich hätte nie gedacht, dass so ein kleiner Saal so laut klatschen kann. Doch er konnte. Anschließend gibt es eine Diskussionsrunde mit dem Regisseur, der Schauspielerin und einer Ärztin. […] Wir können sie alles fragen. Alles was uns interessiert.

 

Mir persönlich hat das Theaterstück unglaublich gut gefallenDie Schauspielerin war toll, mit unglaublich viel Ausdruck, sie hat mit ihrer Stimme gespielt, war unglaublich überzeugend. Überall in dem Theaterstück, an den Requisiten und Videobildern, überall kann man die versteckte Botschaft der Drogen entdecken. Ich finde auch das Thema gut. Immer sehr aktuell und vor allem interessant für Jugendliche, da manche bereits im Alter von 13 bis 16 anfangen in die Drogenwelt hineinzurutschen, das Stück hat einem die Folgen gezeigt. Das Hoch, was die Drogen verursacht haben und auch das unglaubliche Tief. Nach dem Stück weiß wahrscheinlich jeder, was er nicht möchte.

 

Und mir hat auch die Idee mit der Diskussionsrunde super gefallen, ein Austausch zwischen allen, jeder kann seine Gedanken mitteilen.

Ich kann Euch das Stück nur empfehlen. Es ist sehr gut und hochwertig gemacht und regt zum Nachdenken an

 

(Aus dem Blog Travel & Thoughts einer 16-jährigen Dresdnerin)


»Zimmer, Küche, Irgendwas« im Kulturzentrum Giesinger Bahnhof, München, Mai 2017:


Mai-Staffel 2017 »Welche Droge passt zu mir?« im HochX Theater, München:

»Vielen Dank für die wirklich beeindruckende Aufführung gestern. […]

Enormer Textumfang perfekt und mitreißend dargestellt, beeindruckend, Frau Schiwietz!

 

Die Inszenierung mit Videos, »Schnee«-Lines und die Bühnenaraumausnutzung fand ich spitze.

Die Anziehungskraft, die Verführung, die Wirkung, die desaströse Auswirkung von Drogen, der Turkey…

Sehr anschaulich und nachvollziehbar, erschreckend und aufklärend.

 

Das sollte zum Pflichtprogramm an weiterführenden Schulen werden.

Großartig, bitte weiter so.«

 

(Kulturreferat München)


»Zimmer, Küche, Irgendwas« im Kulturzentrum Giesinger Bahnhof, München, April 2017:


Februar-Staffel 2017 »Welche Droge passt zu mir?« im HochX Theater, München:

»Ein spannendes, aufrüttelndes und auch anrührendes Stück.

Die wahre Sensation des Abends ist jedoch: Karina Schiwietz […] weil sie mich mit ihrer Stärke, ihrer Präsenz, ihrer Wandlungsfähigkeit, und ihrem Mut, auf der Bühne das eigene Ich vollständig loszulassen, absolut überzeugt und begeistert hat. Zwei Stunden lang liefert sie eine furiose One-Woman-Show, die es in jeder Minute in sich hat.


Im Übrigen gebührt auch dem Regisseur René Rothe großes Lob, der nicht nur den richtigen Blick und das richtige Händchen für Karina hatte, sondern überhaupt für eine beeindruckende Inszenierung, ein poetisches Bühnenbild und einen wahren Gänsehaut-Soundtrack sorgte.«


Februar-Staffel 2017 »Welche Droge passt zu mir?« im projekttheater dresden:

 

»Als Ärztin, die seit Jahren suchtmittelabhängige Menschen behandelt, war ich neugierig auf die Geschichte, wie eine Frau im »besten Lebensalter« in eine Drogenabhängigkeit gerät. Die Aussage, dass Sucht jeden treffen kann, wurde durch das Stück klischeefrei umgesetzt[…] 

Die Intensität der Darstellung dieser »Suchtentwicklung« hat mich gefesselt und beeindruckt. […] Was die Abhängigkeit mit einem Menschen macht, wie er sich verändert, wie sich die sozialen Beziehungen verändern, konnte ich hautnah erleben und es hat neben Gänsehaut auch ein bedrückendes Gefühl hinterlassen. […]  Vielen Dank für diese Inszenierung

(Dr. Claudia Werthmann, Chefärztin Klinik Haidehof Gohrisch)

 

»Das Theaterstück hat mich sehr beeindruckt und ich werde es weiterempfehlen.

Die Idee vom Kulturjahr Sucht ist gestern schon zu 100% umgesetzt worden. Ich hoffe, dass es 2017 noch viele dieser Höhepunkte gibt.«

 

»Diese Inszenierung bedient nicht die Palette an Klischees der Entwicklung einer Suchtmittelabhängigkeit als Folge von zu viel Stress, einer »schweren« Kindheit, »bösen Verführern« im sozialen Umfeld. […]

Das Stück besticht durch den Blick hinter die Fassade, zeigt die Möglichkeit, schnell in den Strudel der Abhängigkeit zu geraten, wenn eigene Gefühle, Probleme unreflektiert bleiben und die Droge die eigene Wahrnehmung löschen soll.

Wunderbar die Gestaltung auch am Ende mit Fotografien im Großformat und Erzählstimme.

Es werden Fragen aufgeworfen, die sich jeder, in jedem Alter stellen kann.

Das Stück ist sehr gut für die Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben und der Art und Weise Probleme kompetent und nicht mit Drogen zu bewältigen, geeignet. Gleichzeitig wird deutlich, dass Drogen hier zur Lebensbewältigung benutzt wurden.« 

 

(Dr. Kristin Ferse, Suchtbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden)

 

»Nochmals danke für das beeindruckende Zusammenspiel aus Emotion, Schauspiel, Video-Licht-Musik-Installation und psychologisch geschickter Regie

(Dipl.-Psych. Sören K., wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Dresden)

Schlierf-Lesung »Man darf das Maul nicht halten« im Giesinger Bahnhof, München, Oktober 2016:

 

»Es war keine Lesung wie viele andere, sondern die drei haben sich wirklich etwas Neues, etwas Besonderes überlegt.«


Lesung »Zwei Frauen« im Kulturzentrum Giesinger Bahnhof, München, September 2016:


»Welche Droge passt zu mir?« in der Pasinger Fabrik, München, Mai 2016: 

  

 


Aus Mails an die Produktion »Welche Droge passt zu mir?« im projekttheater dresden, April 2016: 

 

»Wirklich gut inszeniert, gerade auch mit der Musik. Alles hat stimmig ineinander gepasst. Für mich ein gelungenes Stück, das zum Nachdenken anregt und bei dem man wirklich eine zeitlang braucht, um alles zu verarbeiten. Da habt Ihr was echt Geiles auf die Beine gestellt.

Großen Respekt auch an die Schauspielerin, die das anderthalb Stunden alleine gespielt hat. Vor allem dieser Wechsel, gerade, wenn man am Anfang denkt, man sei in einem Vortragsraum, wo einer einen Vortrag hält und dann dieser Wandel - richtig krass und genial inszeniert.

[…] Es wäre wirklich toll, wenn es vielleicht nochmal in Dresden aufgeführt wird. Ich würde es mir definitiv nochmal anschauen und noch ein paar Leute von mir mit hinschicken..«

 

»Eine krasse Schauspielerin, geniale Regie und ein Hammer Text….«

 

»Ich hatte drei Termine für den Abend und war froh diesen gewählt zu haben. Ein toller Text und heute fast noch aktueller als damals, weil der Kreis der Betroffenen sich erweitert hat. Die Inszenierung war sensibel und eindringlich bis erschütternd. Diese Balance muss man erstmal hinkriegen. Viele gute szenische Ideen hatte man parat, die niemals vordergründig waren. Ich könnte da Vieles aufzählen, aber auch ich möchte mich nicht in Details verlieren. Alles war in Spannung gehalten und nirgends eine Enttäuschung!«