Ausgel(i)ebt


»Spannendes Kammerspiel um ein ganz normales Paar«

»Langanhaltender Applaus für ein grandioses Spiel« 

            (Barbara Fröhlich, Donaukurier)

 


»Ein differenziert gespieltes und inszeniertes, tragikomische Beziehungsdrama mit überraschender Schluss-Pointe«                                 (Isabella Kreim, Kulturkanal Ingolstadt)


Ein tragikomisches Kammerspiel

von Karina Schiwietz

 

 

Ein Paar in Vorfreude auf ihr Geburtstagsfest. Da steht plötzlich ein Staatsbeamter vor der Tür und erklärt kurzum, der Wohnraum sei künftig mit einem Asylbewerber zu teilen. Zwar lässt er sich mühsam vom akuten Platzmangel überzeugen, nicht aber von der Stabilität der vorgefundenen Beziehung.

Ein perfides Spiel beginnt. Bestimmt von Verletzungen, Verlockungen, Verrat - und nackter Angst.

Ein Projekt des Ensemble La Vie e.V., München und bluespots productions e.V., Augsburg

 

Es spielenKarina Schiwietz, Martin SchülkePhilipp W. Wilhelm, Anton Limmer

Regie und Ausstattung: René Rothe

Dramaturgie: Kristina Beck

 

 


Premiere München

Freitag, 15. November 2019, 20:00 Uhr

 

Weitere Vorstellungen:

Mittwoch, 20. November 2019, 20:00 Uhr

Freitag, 06. Dezember 2019, 20:00 Uhr

Sonntag, 08. Dezember 2019, 18:00 Uhr

 

in der

Kulturbühne Spagat

im HORIZONT-Haus Domagkpark

Bauhausplatz 3

80807 München

 

www.horizont-domagkpark.org/kulturbuehne



Hintergrund des Stückes

  

Angst essen Seele auf betitelte bereits Rainer Werner Fassbinder 1974 eines seiner Melodramen. Ein Titel, der gerade heute aktueller erscheint, denn je. Denn auch in unserer Zeit geht eine seelenzerstörende Angst um. Angst, die gerade aufgrund ihrer diffusen Irrationalität eine besondere Gefahr in sich birgt, aller Rationalität zum Trotz von ihr übermannt zu werden. Die Furcht vor der Bedrohung durch „das Fremde“.

 

Angesicht der so genannten „Flüchtlingskrise“ - ein Thema, das nicht aufhört, die Gemüter zu erhitzen - starten allerorts kulturelle und soziale Projekte, um Empathie, Verständnis und den Dialog zu fördern. Dennoch treibt das Schreckgespenst viele Menschen rechtspopulistischem Gedankengut in die Arme. Und das quer durch alle Gesellschafts- und Bildungsschichten. Angestachelt von tief verwurzelten Glaubenssätzen, profanen Vorurteilen oder Ängsten, seien sie nun rationaler oder irrationaler Natur: Bangen um den Arbeitsplatz, Furcht vor Gewalt, vor Belastung des Staatshaushaltes oder manchmal auch einfach nur davor, dass sich das eigene, angenehme Leben in welcher auch immer gearteten Form zum Nachteil verändern könnte. Oft genug fußen solche Sorgen auf diffusen Gefühlen und keinerlei fundierter Argumentationskette.

 

Was aber, wenn eine komplett irrationale Furcht Besitz vom eigenen Herzen ergreift? Was, wenn man seine fundamentalen Bedürfnisse wie das Recht auf eigenen Wohnraum, bedroht sieht? Wozu sind Menschen fähig, die aufhören, zusammenzuhalten, da ihnen das eigene Leben und vor allem ihr Komfort wichtiger werden als alles andere? Insbesondere wenn ihr Zusammenhalt auf einem mühsam aufrecht erhaltenen Konstrukt basiert. Im Alltag jahrelang funktionstüchtig, bis es dem ersten ernsthaften Belastungstest unterworfen wird und die Masken allmählich zu bröckeln beginnen.

 

Gedanken, mit denen sich „Ausgel(i)ebt“, das Bühnen-Erstlingswerk von Schauspielerin und Journalistin Karina Schiwietz auf ebenso komödiantische wie bitterböse, bewusst mit Klischees spielende Art und Weise befasst. Und zwar jenseits aller politischer Debatten oder aktueller Ereignisse. Sie betrachtet „Ausgel(i)ebt“ eher als zeitlose Gesellschaftssatire, die den Fragen nachspürt:

 

Was kann passieren, wenn man den eigenen Verstand ausschaltet, sich von irrationalen Gefühlen leiten lässt, jeglichen Bezug zu einander und jegliches Maß an Kontrolle über sich selbst verliert? Wie kann aus einem lapidaren Gerücht, einer völlig aus der Luft gegriffenen Behauptung diffuse Panik entstehen, die ein ganzes Leben, sogar eine Liebe binnen Kurzem auseinander brechen lassen kann? Ein elementares Thema - nicht nur in der heutigen Zeit.

 





 

 

Uraufführung

Donnerstag, 31. Okober 2019, 20:30 Uhr

 

im

Theater

im City Club

Konrad-Adenauer-Allee 9

86150 Augsburg

 

www.theter.de

www.bluespotsproductions.de



Premiere Ingolstadt

Samstag, 02. November 2019, 20:30 Uhr

 

im

Altstadttheater Ingolstadt

Kanalstraße 1A

85049 Ingolstadt

 

www.altstadttheater-ingolstadt.de



Gefördert durch Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und KunstKulturfonds Bayern und den Verband Freie Darstellende Künste Bayern e.V. sowie vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und durch den Bezirk Oberbayern, Kultur 

 

Unterstützt von HORIZONT-HAUS DOMAGKPARK, Kulturbühne Spagat, München

 

Dank an den KulturBunt Neuperlach e.V.

 


Fotos: Tibor Schrag