Glaube Liebe Hoffnung



#glaube  (Fotos und nähere Infos hier)

Sa., 23.09.2017 – 20 Uhr

 

Eric-Emmanuel Schmitt

Oskar und die Dame in Rosa

Aus dem Französischen von Annette und Paul Bäcker

 

Der zehnjährige Oskar hat Leukämie und weiß, dass er nicht mehr lange leben wird. „Eierkopf“ nennen ihn die anderen Kinder im Krankenhaus. Doch das ist nur ein Spitzname und tut nicht weiter weh. Schlimmer ist, dass seine Eltern Angst haben, mit ihm über die Wahrheit zu reden. Da bringt ihn Madam Rosa auf die Idee, über alles nachzudenken, was ihn bewegt – in 13 Briefen an den lieben Gott. Unsentimental und unerschrocken erzählen Oscars Briefe von Liebe, Schmerz, Freude und Verlust. In nur wenigen Tagen erlebt er auf wundersame Weise ein ganzes Menschenleben.

 

mit Benjamin Hirt (Schauspieler) und Anna Riedmann (Cellistin)

 

 

#liebe  (Fotos und nähere Infos hier)

Fr., 29.09.2017 – 20 Uhr

 

Robert Seethaler

Die Biene und der Kurt

Der abgedrehte Road-Trip eines ungleichen Paares

 

16-jährig, pummelig, klein, eigenwillig, Brillengläser wie Bierkrugböden und ein blonder, schräg vom Kopf abstehender „Pferdestummel“. Das ist Biene. Biene ist aus dem Mädchenheim geflüchtet und trifft an einem gottverlassenen Bahnhof auf den kettenrauchenden und versoffenen Schlagersänger Kurt. Gemeinsam touren Biene und Kurt nun im scheppernden aber glitzernden „Heartbreakin‘-Mobil“ durch die Provinz, spielen in Wirtshäusern, Altenheimen und Zuchttierhallen, treffen auf gewaltige Bauern, tanzende Polizisten, Wirtinnen in roten Overalls, auf über tausend Truthahnküken und erleben auch sonst einige recht bemerkenswerte Abenteuer. Und ihnen wird klar, dass sie eigentlich beide auf der Suche nach Liebe sind. Eine atmosphärische Geschichte über Freiheit, Sehnsucht, die Provinz und zwei liebenswerte Außenseiter.

 

mit Rike Wagner (Schauspielerin) und Thomas Trüschler (Schauspieler)

 

 

#hoffnung 

Fr., 10.11.2017 – 20 Uhr 

 

Nikolai Gogol 

Tagebuch eines Wahnsinnigen 

Fassung von Werner Buhss 

 

Aksenti Iwanow Propristschin ist Mitarbeiter in einem Ministerium. Er ist der, den alle übersehen, einer der sich krumm macht und wund läuft, ohne dass es jemanden schert. Jeden Tag vor akkuratem Arbeitsantritt liest er die sonderbaren Sprüche, die ihm sein Abrisskalender in der Mietwohnung anzeigt. Neue Spuren tun sich auf. Sein Selbsthass beginnt sich zu relativieren. Er bemerkt Blicke der Tochter des Regierungsbeamten, er vernimmt Stimmen, die aus Hundemäulern kommen und ihm Perspektiven verheißen. Er schält sich wie eine Made aus seinem Kokon und beginnt zu flattern; in die lichte Welt, in den Ruhm, hinein in die vermauerten Wände einer Anstalt. Erst hier, im Grauen der geschlossenen Psychiatrie, wird er ausleben, was er insgeheim immer war: der König von Spanien. Die einsamen, schmerzhaft komischen Bekenntnisse dieser Beamtenseele sind seit Gogol von bleibender satirischer Schärfe. 

 

mit Thomas Schwalbe (Schauspieler) und Dominik Weinmann (Foto-/Videokünstler)  

 

 

Eingerichtet von: René Rothe