Tagebuch eines Wahnsinnigen


Premiere

Samstag, 24. März 2018, 20:00 Uhr

 


Weitere Vorstellungen 

Samstag, 25. September 2021 · 20:00 Uhr

Sonntag, 26. September 2021 · 20:00 Uhr

 

im

projekttheater dresden

Louisenstr. 47

01099 Dresden 

 

www.projekttheater.de

Aksenti Iwanow Propristschin ist Mitarbeiter in einem Ministerium. Er ist der, den alle übersehen, einer der sich krumm macht und wund läuft, ohne dass es jemanden schert. Jeden Tag vor akkuratem Arbeitsantritt liest er die sonderbaren Sprüche, die ihm sein Abrisskalender in der Mietwohnung anzeigt. Neue Spuren tun sich auf. Sein Selbsthass beginnt sich zu relativieren. Er bemerkt Blicke der Tochter des Regierungsbeamten, er vernimmt Stimmen, die aus Hundemäulern kommen und ihm Perspektiven verheißen. Er schält sich wie eine Made aus seinem Kokon und beginnt zu flattern; in die lichte Welt, in den Ruhm, hinein in die vermauerten Wände einer Anstalt. Erst hier, im Grauen der geschlossenen Psychiatrie, wird er ausleben, was er insgeheim immer war: der König von Spanien.

 

Die einsamen, schmerzhaft komischen Bekenntnisse dieser Beamtenseele sind seit Gogol von bleibender satirischer Schärfe. 

 

© henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin 

 

 

» […] Damit bewegt sich dieser Angestellte auf seine ganz eigene Art nicht in den Wahnsinn, sondern macht den Wahnsinn zum Sinn. Das, wiederum, ist tatsächlich wahnsinnig.«

(Rico Stehfest, Dresdner Kulturmagazin) 


Fotos: Dominik Weinmann